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Der muslimische Marsch durch die linken Institutionen

Der italienische Kommunist Antonio Gramcsi (1891–1937) entwickelte das Konzept der kulturellen Hegemonie, das nicht nur die 1968er-Revolutionäre umsetzten, sondern das auch die Islamisten von heute umzusetzen bestrebt sind.

Von Werner Reichel

Muslime versuchen unsere Gesellschaft von innen heraus zu verändern. Sie wenden dabei jene Strategie an, mit der die Linke in den vergangenen Jahrzehnten die Macht im Staat errungen hat: den Marsch durch die Institutionen. Nun wird die Linke, zu der längst auch die Union bzw. die ÖVP zu rechnen sind, von den wesentlich durchsetzungsstärkeren Muslimen mit denselben Methoden überall in Gesellschaft und Politik verdrängt. Es war der italienische Kommunist Antonio Gramsci (1891–1937), der in den 1920er und 1930er Jahren das Konzept der kulturellen Hegemonie, und wie man sie erringen und absichern kann, entwickelte. In seinen Gefängnisheften beschrieb er, wie die Linke durch die Unterwanderung des vorpolitischen und politischen Raumes sich dauerhaft die Macht in Staat und Gesellschaft sichern könne.

Seine Schriften waren die theoretische Grundlage für den Marsch der Linken durch die Institutionen, zu dem sie 30 Jahre nach Gramscis Tod in den 1960ern aufgebrochen sind. Damals eroberten die sogenannten neuen sozialen Bewegungen unter dem Vorwand, für Abrüstung, Umweltschutz und gegen Atomkraftwerke zu kämpfen, mit ihren zum Teil gewalttätigen Protesten zuerst die Straßen, danach die Universitäten, den Kulturbetrieb, das Bildungssystem und die Medien. Mit den Grünen zogen sie ab den 1980ern auch in die Volksvertretungen ein. Die Durchdingung aller relevanten Bereiche in Staat und Gesellschaft war so erfolgreich, daß die Linke, obwohl sie mittlerweile bei Wahlen keine Mehrheiten mehr erringen kann, weiterhin die Politik im Land bestimmt. Vor allem, weil die einst bürgerliche Union aufgrund dieser linken Dominanz in Medien, Kultur, Justiz, Zivilgesellschaft etc. zum Handlanger und Steigbügelhalter der Linken abgesunken ist.

Die offene Flanke des Establishments

Doch die Linke hat den Höhepunkt ihrer Macht längst überschritten und mit ihrer ideologiegetriebenen Politik nicht nur Deutschland bzw. Österreich ins Chaos gestürzt, sondern auch sich selbst das Wasser abgegraben. Deshalb versuchen die Einheitsparteien mit Brandmauern, der Einschränkung der Bürgerrechte, der Errichtung eines Kontroll- und Überwachungsstaates, flächendeckender Propaganda und einer politisch gesteuerten Justiz, ihre Macht abzusichern. Dieser Kampf gegen rechts, sprich: gegen die AfD und alle anderen patriotischen Kräfte, ist längst zur Staatsdoktrin, zum Kern deutscher Politik geworden. Die linken Machtnetzwerke sind derart auf die „Gefahr von rechts“ fokussiert, so in ihr gefangen, daß sie blind für die Feinde geworden sind, die ihre Vormachtstellung ganz real bedrohen. Was nützen die höchsten und massivsten Brandmauern gegen rechts, wenn der wahre Gegner ungehindert durch die weit geöffneten Hintertüren kommt? Es werden voraussichtlich nicht die AfD bzw. andere rechte Kräfte, sondern die Muslime sein, die das autoritär herrschende Einheitsparteiensystem zu Fall bringen werden, weil sie bei ihrem Marsch durch die Institutionen auf keinerlei nennenswerten Widerstand stoßen.

Die Linken schätzen aufgrund ihres ideologischen Tunnelblickes, ihres festen Glaubens an die eigene Propaganda und eines verzerrten und ahistorischen Islambildes ihre aktuelle Lage und Zukunft völlig falsch ein. Sie sehen in den Muslimen, die sie weiterhin hunderttausendfach ins Land holen, ihre künftigen Wähler, sprich: Machtstützen, und zudem Gehilfen im Kampf gegen rechts, die bürgerliche Gesellschaft und den ihnen verhaßten Nationalstaat. Deshalb wird einerseits die Gefahr von rechts ins Absurde aufgeblasen, anderseits die realen Bedrohungen für Demokratie, Verfassung und Bürgerrechte durch den Islam systematisch verharmlost. Der Marsch der Muslime durch die linken Institutionen findet auf einem gut ausgebauten Highway statt und ist deshalb weiter fortgeschritten, als es sich viele Linke und auch Rechte eingestehen wollen.

Islamisten stehen über dem Gesetz

Islamisten können mittlerweile ohne rechtliche und sonstige Konsequenzen öffentlich die Abschaffung der Demokratie und der universalen Menschenrechte ebenso fordern wie die Errichtung eines islamischen Gottesstaates auf deutschem Boden oder zur Ermordung von Ungläubigen aufrufen. Während die erodierende Staatsmacht rechte und patriotische Kräfte verfolgt, kriminalisiert und selbst Kinder vor Gericht zerrt, wenn sie „Alles für Deutschland“ auf TikTok posten, genießen Islamisten bei ihren offen verfassungsfeindlichen Aktivitäten Narrenfreiheit. Sie stehen längst über dem Gesetz. Die Transformation Deutschlands in einen islamischen Gottesstaat ist weit fortgeschritten, der „Point of no Return“ vermutlich bereits überschritten. So feierten Mitte Juli dieses Jahres hunderte syrische Islamisten vor dem Roten Rathaus in Berlin die Massaker an Drusen in ihrer Heimat und riefen offen zum Mord an Juden und Drusen auf. Die Polizei schritt nicht ein und auch den Mainstreammedien war dieser öffentliche Aufruf zum Massenmord keine großen Schlagzeilen wert. Selbstredend herrschte auch beim ansonsten chronisch um Demokratie, Vielfalt und Toleranz besorgten politischen Establishment gellendes Schweigen. Auch in Wien marschierten nach dem Sturz von Syriens Präsident Baschar al-Assad vor dem Parlament in Wien rund 30.000 Syrer auf, um in einer illegalen Demonstration die Entstehung eines neuen Gottesstaates zu feiern. Die Polizei wollte und konnte – sie hätte keine Chance gegen zehntausende kampferprobte Männer gehabt – nicht einschreiten, und die linken Mainstreammedien logen sich diese islamistische Machtdemonstration vor dem Parlament als Freudenfeier für den Sturz eines Diktators zurecht. Der ORF titelte begeistert: „Jubel von Zehntausenden Syrern in Wien“.

Das Bejubeln eines neuen mörderischen Gottesstaates und Aufrufe zum Massenmord sind keine Einzelfälle, sondern nur eine von mittlerweile vielen öffentlichen islamistischen (Macht-)Demonstrationen– man denke etwa an die Kalifat- und Hamas-Solidarität-Demos überall im Land. Wie die Linke in den 1970ern haben die Islamisten die Straßen längst erobert, schaffen es mit solchen Manifestationen ihrer Macht und Zielstrebigkeit, ihre Politreligion im Land zu etablieren, aus der extremistischen Ecke in die Mitte der Gesellschaft zu holen und so Akzeptanz für einen islamischen Gottesstaat zu schaffen. Nicht nur in der muslimischen Community, wo man damit ohnehin offene Türen einrennt, sondern auch in immer größeren Teilen der autochthonen „woke“ eingestellten Bevölkerung. Die Muslime sind dabei deshalb wesentlich effizienter als seinerzeit die Linken, weil sie erstens auf wenig bis keinen Widerstand treffen und sich zweitens dank anhaltender Massenzuwanderung und hoher Geburtenraten auch demographisch die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verschieben. Es gibt kaum jemanden, der diesen Marsch Richtung Theokratie aufhalten könnte oder wollte. Selbst für den ehemaligen Chef des deutschen Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, „ist das Kalifat eine denkbare Staatsform von ganz vielen, die es weltweit gibt“. Dank solcher Handlanger gelingt es den Muslimen, die derzeit noch von Linken beherrschten Institutionen immer schneller unter ihre Kontrolle zu bringen.

Geschlechtertrennung an Universitäten

Wie effizient man dabei die angeblich so gefestigten demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen zerstört, zeigen etwa die jüngsten Vorfälle an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Bei der dort abgehaltenen Muslimischen Woche hielt nicht nur ein amtsbekannter Islamist einen Vortrag, die Zuhörerschaft war, wie in islamischen Gottesstaaten üblich, nach Geschlechtern getrennt. Als das bekannt wurde, zog sich die Universitätsleitung, die auf ihrer Internetseite betont, ein „diskriminierungsfreier, sicherer und gewaltfreier (…) Ort“ zu sein, mit der lapidaren Erklärung aus der Affäre, man habe lediglich die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Weder die Universität noch die Medien oder die Politik wollten darin einen Skandal erkennen, weil man für eine Konfrontation mit Islamisten längst zu schwach und zu feige ist.

Auch das ist kein Einzelfall, in der Charité in Berlin werden ebenfalls Vorlesungen nach den Regeln der Islamisten abgehalten. Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte auf die Geschlechtertrennung an deutschen Universitäten mit dem Appell: „Diejenigen, die aus der muslimischen Welt zu uns kommen, die herzlich willkommen sind an unseren Universitäten, mögen bitte daran denken, dass wir ein laizistischer Staat sind.“ Diese offen zur Schau gestellte Devotheit, diese flehentliche Bitte ist ein klares Signal: Von uns habt ihr keine Gegenwehr beim Umbau der Demokratie in einen Gottesstaat zu erwarten, wir übergeben euch das Land freiwillig. Überall überläßt man das Feld mehr oder weniger kampflos den Islamisten. Die Schulen (und damit die eigenen Kinder) und den öffentlichen Raum, der nicht nur in Großstädten von kriminellen muslimischen Clans und Migrantenbanden beherrscht wird, hat man längst aufgegeben, wie die explodierende Messerkriminalität landauf, landab und die jüngsten Gewaltexzesse in Berlin zeigen.

Die nützlichen Idioten der Muslime

Diese islamische Machtübernahme läuft auf allen Ebenen und wird nicht nur durch den fehlenden staatlichen und zivilgesellschaftlichen Widerstand, sondern auch aktiv von den Linken unterstützt. Eine zentrale Rolle spielt dabei der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der die Islamisierung propagandistisch befeuert. So schrieb die türkischstämmige Frauenrechtlerin Seyran Ate? auf der „Achse des Guten“: „Immer häufiger erhalten Musliminnen mit Hijab Sendezeit in Talkshows oder Reportagen. Das Bild der ‚guten Muslimin‘ mit Kopftuch wird zunehmend etabliert.“ Die öffentlich-rechtlichen und die anderen Mainstreammedien sind aufgrund ihrer politischen Ausrichtung und ihres vorauseilenden Gehorsams längst zu nützlichen Idioten der künftigen Machthaber geworden. Sie bereiten den Boden für die Islamisierung, in dem sie etwa leugnen, dass diese überhaupt stattfindet, sie Islamkritiker zu Staatsfeinden erklären, jeden islamistischen Terroranschlag für den Kampf gegen rechts instrumentalisieren etc. Die Muslime, egal ob extremistisch oder gemäßigt, haben ARD, ZDF und ORF bereits unter ihrer Kontrolle, noch bevor sie die dortigen Posten mit ihren eigenen Leuten besetzt haben. Dasselbe gilt für viele andere Institutionen und Bereiche in Staat und Gesellschaft.

Weil die Linke in Bezug auf die Muslime ihre Macht und Möglichkeiten völlig falsch einschätzt, nach wie vor glaubt, sie für ihre politischen Ziele einspannen zu können, zerstört sie nicht nur Deutschland und Österreich, sondern schaufelt sich auch ihr eigenes Grab. Den Linken könnte ein ähnliches Schicksal wie ihren Genossen im Iran Ende der 1970er drohen, die im gemeinsamen Kampf mit den Islamisten den Schah gestürzt hatten. Nach der erfolgreichen Revolution ließen die Mullahs die Linken, die für sie nur nützliche Idioten waren, massenweise hinrichten.

 

 
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