Wann immer die Grünen mit einem weiteren Verbot die Freiheiten und Rechte der Bürger einschränken wollen, haben sie dafür „gute“ Gründe. Sie kämpfen gegen Armut, Plandemien, für das Klima, den Weltfrieden und andere hehre Ziele. Daß die grünen Rezepte zur Rettung der Welt selten bis nie funktionieren, spielt dabei keine Rolle. Es geht schließlich nicht wirklich um das Weltklima, die Umwelt oder um Friedenserhaltung. Das sind lediglich Vorwände, um grün-linke Allmachtsphantasien Realität werden zu lassen, sprich: einen sozialistischen Kontroll- und Überwachungsstaat zu errichten. Dazu gehört auch die „Ernährungswende“, das heißt: eine planwirtschaftlich organisierte Nahrungsmittelindustrie. Deshalb hat sich Deutschlands Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir offiziell zum Ziel gesetzt, die Gesundheit der Deutschen zu fördern, denn laut Statistik soll jeder zweite Bürger übergewichtig sein. Auch in diesem Fall sind Verbote und Regelungen das Patentrezept der Grünen. Nicht mehr die Bürger sollen entscheiden, was sie essen, sondern der grüne Nannystaat. Geht es nach Özdemir, darf die Nahrungsmittelindustrie ihre Produkte künftig nur mehr nach staatlich vorgeschriebenen Rezepten herstellen. Diese Einheitsnahrung soll deutlich weniger Fett, Salz und Zucker enthalten.
Özdemir läßt nun entsprechende Rezepturen für eine Vielzahl von Lebensmittel entwickeln, unter anderem für Fertigprodukte wie Tiefkühlpizzen, Schoko- und Energieriegel, Wurst- und andere Fleischerzeugnisse, Brot, Müsli, Cornflakes, Suppen und Eintöpfe. Diese Produktgruppen sollen künftig nur noch nach staatlichen Vorgaben hergestellt werden dürfen. Seitens des Ministeriums heißt es dazu, daß Experten „für relevante Lebensmittelgruppen Reduktionsziele“ bis Ende des Jahres erarbeiten werden, selbstredend „mit dem Ziel einer anschließenden Umsetzung“. Das staatseigene Max-Rubner-Ernährungsinstitut ist für die Entwicklung der Rezepte zuständig. Diese erfolge auf „objektiver, wissenschaftlich fundierter Grundlage“, wird vom Ministerium betont. Einmal mehr beruft man sich, wie auch bei den schädlichen bis tödlichen Corona-Maßnahmen, auf „die“ Wissenschaft, um seine ideologisch getriebene, autoritäre Politik umsetzen zu können. Auch in diesem Fall gibt es aber keinen wissenschaftlichen Konsens. Özdemirs Pläne sind nicht nur aus demokratiepolitischer Perspektive bedenklich, sondern zudem wissenschaftlich umstritten. Viele renommierte Experten vertreten die These, daß fettarme Ernährung weder besonders gesund sei noch den Menschen helfe, schlanker zu werden.
Professor David Ludwig von der amerikanischen Harvard-Universität, der weltweit führende Experte zum Thema Übergewicht, warnt vor dem Özdemir-Plan: „Das könnte eine gute Strategie sein, wenn Sie die deutsche Bevölkerung dick machen wollen.“ Eine Ernährung mit weniger Fett, so Ludwig, führe oft zum Konsum von mehr Kohlenhydraten: „Sie erhöhen den Blutzuckerspiegel, sie erhöhen den Insulinspiegel und sie programmieren den Körper, zumindest bei vielen Menschen, auf Gewichtszunahme und auf Krankheiten, die mit Insulinresistenz zusammenhängen.“ Auch Johannes Scholl von der Deutschen Akademie für Präventivmedizin hält fettarme Einheitsrezepte für „wissenschaftlich überholt“. Gesättigte Fette seien nicht per se ungesund, manche vollfetten Milchprodukte seien sogar gesundheitsfördernd, so Scholl. Von solchen „Schwurblern“ lassen sich Özdemir und die Grünen aber nicht bremsen. Es geht schließlich nicht darum, die Bürger schlanker und gesünder zu machen, sondern nach Autoindustrie und Energieproduktion den nächsten zentralen Bereich der deutschen Wirtschaft unter staatliche Kontrolle zu bringen.
Daran arbeitet Özdemir, seit er Minister geworden ist. Sein jüngster Vorstoß ist nur eine von vielen Maßnahmen, die die Ernährung der Deutschen nach den Vorstellungen der Grünen und Globalisten umstellen sollen. Bereits im Januar hat die Ampelregierung unter dem Titel „Gesundes Essen für Deutschland“ eine neue Ernährungsstrategie beschlossen. Diese soll, so schreibt das Nachrichtenportal „ruhr24“, „eine gesündere Ernährung für Millionen Menschen in Deutschland erleichtern. Sie umfasst weniger Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln, vor allem für Kinder, sowie einen verstärkten Einsatz von Bio- und Regionalprodukten in Kantinen“. Auch der Fleischkonsum soll mit der Ernährungswende, die u.a. auf Zielen beruht, die bereits unter der Regierung von Angela Merkel formuliert worden sind, deutlich reduziert werden. Im Januar betonte Özdemir noch: „Ich will, dass jeder eine echte Wahl für gutes Essen bekommt. Entscheiden muss sich dann jeder selbst, da hat niemand jemandem etwas vorzuschreiben.“
Das ist nach wenigen Monaten anders. Jetzt sollen die Deutschen nur noch essen dürfen, was ihnen der Staat vorsetzt. Damit sollen sie nicht nur dünner und gesünder werden, sondern vor allem auch das Klima retten. So beschäftigt sich ein aktuell laufendes staatliches Forschungsprogramm mit der „transformationsorientierten“ Ernährung von Senioren. Essen für das Weltklima. Zum Great Reset bzw. zur „neuen Normalität“ gehört auch eine staatlich regulierte industrielle Massenernährung. Özdemir drängt seit gut einem Jahr weiters auf ein Werbeverbot für „ungesunde“ Lebensmittel. Dieses wird derzeit (noch) von der FDP blockiert. Auch gegen den aktuellen Vorstoß Özdemirs regt sich Widerstand nicht nur bei AfD und CDU, sondern auch bei den Koalitionspartnern: „Statt über staatlich vorgegebene Rezepte zu reden, sollte Herr Özdemir lieber seine Hausaufgaben aus dem Koalitionsvertrag erledigen und gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft verstärkt für eine ausgewogene Ernährung ohne Verbote werben“, so Wirtschaftspolitiker Alexander Bartz (SPD). Auch Gero Hocker, ernährungspolitischer Sprecher der FDP, kritisiert Özdemirs Pläne: „Unternehmen produzieren, was am Ende über die Ladentheke geht. Özdemir muss den Respekt vor individuellen Präferenzen scheinbar noch verinnerlichen.“
Wer die innenpolitische Dynamik Deutschlands kennt, weiß, daß das nur parteipolitisches Geplänkel ist und sich die Grünen letztlich durchsetzen werden, zumal sie von den Mainstreammedien und den Organisationen und Institutionen der Globalisten unterstützt werden. Dabei geht man nach der bewährten Salamitaktik vor. Die Bürger werden unter immer neuen Vorwänden und mit unterschiedlichen Drohkulissen schrittweise an ihre Entmündigung gewöhnt. Sollte sich dabei nennenswerter Widerstand regen, rudert man offiziell etwas zurück, besänftigt die Bürger und verfolgt seine Pläne, begleitet von sogenannten bewußtseinsbildenden Kampagnen, weiter. Das ist auch in diesem Fall so.
Nachdem sich Kritik an Özdemirs Plänen regte, betonte das Ernährungsministerium: „Die Darstellung bestimmter Medien, die Lebensmittelwirtschaft müsse künftig ihre Rezepturen für bestimmte verarbeitete Lebensmittel staatlichen Vorgaben anpassen, ist falsch.“ Solche Beteuerungen sind freilich wertlos: Auch während der Corona-Plandemie hat die Regierung oftmals das umgesetzt, was sie wenige Tage zuvor noch als Fake News und Verschwörungstheorie öffentlich verdammt hatte. Es wird außerdem nicht bei den aktuellen Plänen und Zielen bleiben. Hat die Ampelregierung die staatlich vorgeschriebenen Rezepte für die Lebensmittelindustrie erst etabliert, kann sie die Ernährung der Menschen beliebig steuern. Die Reduktion von Zucker und Fett ist nur ein erster Schritt. Künftig sollen nicht mehr unabhängige Bauern und mittelständische Unternehmen, sondern internationale Großkonzerne nach staatlichen Vorgaben genormte Nahrungsmittel unter anderem auf Insektenbasis produzieren. Darauf laufen die Bemühungen der Grünen hinaus.