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Budapest, Ende Oktober 1918: Im Gefolge der Astern-Revolution, die eine völlige Loslösung Ungarns von Österreich und dessen Herrscherhaus mit sich bringt, ergreift Mihály Graf Károlyi die Zügel der Macht. Er ruft im Jänner 1919 die Republik aus, kann sich aber angesichts des Vordringens fremder Truppen – Tschechen besetzen die Slowakei, die Rumänen okkupieren Siebenbürgen und marschieren weiter westwärts in die Große Ungarische Tiefebene, von Süden her drängen Serben und Franzosen in Richtung Budapest – nur wenige Monate halten. Am 21. März 1919 ist die bürgerliche Regierung Károlyi angesichts weitreichender Gebietsforderungen der Entente am Ende und die Hauptstadt Schauplatz der Proklamation einer Räterepublik nach sowjetischem Vorbild. Damit beginnt eine kurze, überaus blutige Zeit für Ungarn: die Herrschaft des fanatischen Kommunisten Béla Kun.
Béla Kun wird 1886 im sogenannten Partium1 als Sohn eines Gemeindesekretärs geboren. Nach dem Gymnasium belegt er zwar drei Semester Jus an der Universität Klausenburg, doch in der Praxis scheint seine Rechtstreue wenig ausgeprägt zu sein: Als sozialdemokratischer Aktivist verrechnet er 110 Kronen für eine nicht unternommene Reise; nach Aufdeckung des Betrugs muß er das Geld in die Parteikasse zurückzahlen. Auch bei seiner journalistischen Tätigkeit gerät er mit dem Gesetz in Konflikt und kassiert im Juli 1907 wegen eines aufrührerischen Artikels ein halbes Jahr Zuchthaus. In der k. u. k. Armee kommt er vor das Kriegsgericht – Kameradschaftsdiebstahl. Im März 1916 gerät Béla Kun in russische Gefangenschaft. Im Jahr darauf marxistische Schulung im Lager Tomsk; im November 1917 geht er nach Moskau und gründet am 24. März 1918 die ungarische Gruppe der KP Rußlands. Mit Lenin und dessen Familie ist Kun befreundet, ein Vorteil beim nunmehr folgenden kometenhaften Aufstieg. Am 16. November 1918 trifft Kun, verkleidet als Militärchirurg, mit acht Gesinnungsgenossen in Budapest ein; eine Woche später gründet er in seiner Wohnung die Kommunistische Partei. Im Frühjahr 1919 wird Kun mit den Sozialdemokraten handelseins: Gemeinsam übernimmt man die Macht, die der entnervte Graf Károlyi so schnell wie möglich abgeben will.
Ein Forradalmi kormányzótanács (Revolutionärer Lenkungsrat) führt vom 21. März bis 1. August 1919 das Land und hat außer Béla Kun folgende Mitglieder (nur die wichtigsten Ressorts): Péter Ágoston-Augenstein (Justiz), Vilmos Böhm (Sozialisierung und Kriegswesen), Zsigmond Kunfi-Kohn Kántor (Unterricht), Mátyás Rákosi-Rosenfeld (Soziales), Jen? Varga-Weissfeld (Finanzen), Henrik Kalmár-Kohn (zuständig für die deutsche Minderheit) sowie Mór Erdélyi-Erlich (Ernährung). Die Genannten verstehen sich allerdings nicht als „Minister“ im herkömmlichen Sinne, sondern als „Volksbeauftragte“. Zu den scheinbaren Doppelnamen: Viele der soeben Genannten ließen ihren Namen magyarisieren2, der ursprüngliche Familienname ist derjenige nach dem Bindestrich. Im neuen Kabinett bekleidet Kun das Amt des Volksbeauftragten für Äußeres. Formales Oberhaupt der Räteregierung ist der biedere sozialdemokratische Maurer Sándor Garbai3, doch den spielt Kun bald an die Wand und erhält diktatorische Vollmachten.
Das Rätesystem stützt sich im wesentlichen auf die Industriearbeiterschaft im Großraum Budapest, der Rest des Staatsgebiets ist entweder von der Entente besetzt oder in der Hand konservativer Kräfte (im Süden unter dem Kommando von Miklós Horthy, im Westen hat Oberst Anton Lehár das Sagen). Trotz der Erfolge von Kuns Roter Armee4 – wie der zeitweisen Rückeroberung der Slowakei5 – trägt der im Land selbst ausgeübte Terror zum raschen Zusammenbruch des kommunistischen Experiments bei. Zudem schafft sich Kun durch skurrile Maßnahmen – wie das am 22. März erlassene Alkoholverbot (Verordnung II/1919) sowie die Abschaffung der uralten Nationalhymne Isten, áldd meg a magyart! („Gott, schütze den Ungarn!“) – zusätzliche Gegner.
Die Räterepublik affichiert Plakate mit dem Text Munkások! Elvtársok! Nem igaz, hogy a bor er?t ad! Nem igaz, hogy a sör folyékony kenyér! Nem igaz, hogy a pálinka melegít! („Arbeiter! Genossen! Es stimmt nicht, daß der Wein Kraft gibt, Bier flüssiges Brot ist und der Schnaps wärmt!“). Für die Weinhauer hätte das Alkoholverbot den wirtschaftlichen Todesstoß bedeutet. Daher kommt es schon am 3. April 1919 zu einer Protestversammlung der Ödenburger Weinbauern, der Ponzichter. Die Kundgebung wird von roten Soldaten gewaltsam aufgelöst, vier Tote sind zu beklagen.Nebenbei erwähnt: Die rasant zur Neige gehenden Weinvorräte im Budapester Hotel Hungaria, dem Sitz der Räteregierung, lassen den Schluß zu, daß gerade die höheren Chargen des Regimes geistigen Getränken nicht abhold gewesen sein dürften.
Kuns blutigstes Werkzeug ist Tibor Szamuely, ein junger Mann von 29 Jahren. Er geht an der Spitze einer roten Spezialtruppe gegen Andersdenkende vor. Diese Sondereinheit trägt die Bezeichnung Front Mögötti Bizottság (Kommission hinter der Front) und wird am 19. April 1919 von der Räteregierung ins Leben gerufen. Ihre Stärke beträgt 200–300 Mann, die im Volk als Lenin-Fiúk (Lenin-Buben) bekannt sind. Die Einheit ist meist in einem Sonderzug unterwegs, der aus zwei Salonwägen, einem Speisewagen, einem Paketwagen und vier Pullman-Waggons der ersten Klasse besteht. Aus den Reihen der Lenin-Buben rekrutiert Kun seine Leibwache, die fix-?rség (Fix-Gruppe; rund zehn Mann). Szamuelys Bilanz: rund 500 zum Tode verurteilte und sofort gehängte Menschen, in der Mehrzahl Bauern (knapp drei Viertel), überraschenderweise kein einziger Angehöriger des Adels. Wegen seiner Grausamkeit heißt Szamuely in der Bevölkerung a halál népbiztosa (der Volksbeauftragte des Todes), seine Rede in Raab (Gy?r) am 20. April ist berüchtigt: „Die Macht ist in unseren Händen. Wer die alte Ordnung zurückhaben will, muß aufgehängt werden. Solchen Leuten muß man in die Gurgel beißen. Der Sieg des ungarischen Proletariats kostete bisher keine besonderen Opfer. Nun aber wird es notwendig sein, Blut zu vergießen […] Wer die Faust gegen das Proletariat erhebt, unterschreibt sein eigenes Todesurteil. Wir werden, wenn es sein muß, die ganze Bourgeoisie ausrotten.“
Der Rückhalt des Räteregimes wird zunehmend schwächer. Selbst die Industriearbeiter protestieren mit Arbeitsniederlegungen, was Szamuely am 6. Juni 1919 verurteilt: „Der Streik, im kapitalistischen Staat immer schon eine rechtliche Waffe gegen das Privatkapital, ist nun, in der neuen Ordnung der sozialistischen Gesellschaft, der hinterhältigste Verrat an den Interessen der Arbeiterklasse.“
Das letzte Opfer des Kun-Regimes ist der Artillerie-Hauptmann Ferenc Mildner, Lehrer an der Budapester Ludovika-Militärakademie, der verdächtigt wird, am Aufstand vom 24. Juni gegen die roten Machthaber beteiligt gewesen zu sein. Der Offizier wird von der Kun-Miliz am Nachmittag des 30. Juli 1919 verhaftet und in den späten Abendstunden am Ufer der Donau mit 21 Bajonettstichen getötet, seinen Leichnam wirft man in den Strom. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Räteregime bereits in Agonie. Am 1. August 1919 wird Kun der Boden in Ungarn zu heiß. Am Abend dieses Tages trifft am Wiener Ostbahnhof ein Sonderzug aus Budapest ein. Den Fahrgästen – Béla Kun samt Entourage – gewährt die Republik Deutschösterreich Asyl. Direkt vom Bahnhof erfolgt die Überstellung ins Gefangenenhaus des Straflandesgerichtes Wien, den Ankömmlingen werden alle Wertsachen abgenommen, es handelt sich um ungarisches Bargeld und Valuta in Millionenhöhe, außerdem eine Unmenge an Pretiosen. Die Barschaft wird als Kaution für Unterbringung, Verpflegung und Bewachung beschlagnahmt. Kun verbringt die Nacht im vierten Stock, Trakt E, Zelle 289 des Grauen Hauses.6
Er kann von Glück reden, weil zur selben Stunde Gendarmen an der Grenze bei Lichtenwörth einen anderen Rätekommissar dingfest machen, der mit Hilfe eines österreichischen Kommunisten, des Genossen Strohschneider aus Ternitz, illegal einzureisen versucht. Nach kurzem Verhör soll der Mann seinen Landsleuten übergeben werden. Der weiß, was ihm blüht, reißt seine Pistole aus der Hosentasche und jagt sich eine Kugel in den Kopf. Der Selbstmörder heißt Tibor Szamuely. Die österreichischen Behörden wollen Szamuelys Beerdigung in Wiener Neustadt veranlassen, aber dies gelingt infolge der Weigerung der dortigen israelitischen Kultusgemeinde nicht. Szamuely wird in Sauerbrunn begraben. Wiens Polizeipräsident Johannes Schober macht sich derweil Gedanken, wie mit den prominenten Asylanten zu verfahren sei. In der Hauptstadt können sie unmöglich bleiben, weil Teile der Volkswehr – so heißt damals das Bundesheer – kommunistisch durchsetzt sind. Insbesondere das Bataillon No. 41 versteht sich als bewaffneter Arm der KP Deutschösterreichs. Soldaten der Einheit versuchen am Gründonnerstag 1919, das Parlament zu stürmen und ein Staatswesen nach dem Muster ihrer bayerischen und ungarischen Genossen auszurufen. Der Putsch mißlingt dank der Polizei, die fünf Tote und drei Dutzend Verletzte beklagen muß. Daher müssen sich die Flüchtlinge in Begleitung einiger Wachleute am nächsten Tag auf den Weg machen. Die Landpartie führt zuerst ins Lager Drosendorf; von dort geht es weiter auf die Burg Karlstein, welche für die Gäste notdürftig hergerichtet wird. Die Bewachung besteht aus 30 Soldaten mit Maschinengewehren.
Selbst in so entlegenen Gegenden wie dem nördlichen Waldviertel ist der Name Béla Kun ein Begriff, oft genug liest man in der Zeitung über seine Greueltaten. Die Freude über den Zuzügler hält sich in Grenzen. Bei einer Versammlung in Waidhofen an der Thaya beschließen die Einheimischen eine Resolution, in der zu lesen ist: „Die deutschen Bürger und Bauern betrachten es als eine Herausforderung und Schändung des ganzen Bezirkes sowie als eine schwere, nicht zu rechtfertigende Gefahr für die innere Ruhe und Ordnung und erachten es als eine Gewissenspflicht, laut und vernehmlich gegen diesen Mißbrauch deutscher Gastfreundschaft Widerspruch zu erheben.“
Vor
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Als im Waldviertel die kalte Jahreszeit einkehrt, lamentieren die Flüchtlinge über unzureichende Heizung und karge Verpflegung.7 In einer Zeit, wo die Bevölkerung Deutschösterreichs um das nackte materielle Überleben kämpft, moniert der Asylant Béla Kun, er bekäme keine ausländischen Zeitungen. Am 22. Oktober klagt er über Symptome einer Lungenentzündung; Amtsarzt Doktor Robert Fischer stellt eine banale Erkältung fest. Der Revolutionsführer außer Dienst schreibt am 12. Jänner 1920 an Innenminister Matthias Eldersch: „In letzter Zeit sind in Bezug auf das Karlsteiner Konzentrationslager [sic!] Tatsachen aufgetaucht, welche den weiteren Verbleib daselbst lebensgefährlich machen…“, und droht mit Hungerstreik. Zwei Wochen später entlassen die Behörden den Großteil der Gruppe nach Wien. Der harte Kern um den immer exaltierter auftretenden Kun übersiedelt am 3. März zwangsweise in die Wiener Nervenheilanstalt Am Steinhof.
Béla Kun kündigt abermals Nahrungsverweigerung an und meint zu einem KPÖ-Funktionär, der ihn besucht: „Wir sind auf keinen Fall geneigt, uns länger in einem Irrenhaus einsperren zu lassen, während andere Mitglieder der ungarischen Räteregierung sich in Wien ihrer Freiheit erfreuen und sogar Artikel in der ‚Arbeiter-Zeitung‘ veröffentlichen können.“ Ein paar Monate später naht die Rettung. In Rußland und Österreich halten sich noch Kriegsgefangene auf, die sich nach der Heimat sehnen. Im Kopenhagener Vertrag vom 5. Juli 1920 sagen beide Staaten verbindlich die Zurückbeförderung aller in ihrem Hoheitsbereich befindlichen Kriegs- und Zivilgefangenen zu. Speziell für die ungarischen Asylanten reklamiert Moskaus Unterhändler Maxim Litwinow folgenden Passus als § 3 in die Abmachung: „Die österreichische Regierung verpflichtet sich, den in ihrem Lande befindlichen Volkskommissären der ehemaligen ungarischen Räteregierung das Recht der Freizügigkeit zu gewähren und deren Abtransport nach Rußland mit allen zweckdienlichen Mitteln zu fördern.“
Am 15. Juli 1920 beginnt ein neuer Abschnitt im Leben des Béla Kun. Mit dem Abendzug fährt er Richtung Osten, lebt fortan in Sowjetrußland8, werkt in der Komintern. Bis zum 29. August 1938 – an diesem Tag liquidiert ihn Stalins Geheimpolizei.
1 Das Partium ist ein schmaler, in Nord- Süd-Richtung gelegener Landstreifen östlich von Debreczin, der durch den Vertrag von Speyer im August 1570 unter die Oberhoheit der Fürsten von Siebenbürgen kommt, ohne jedoch Teil des Fürstentums zu werden. Die Herrscher von Siebenbürgen nennen sich deswegen Transilvaniae et partium regni Hungariae princeps.
2 Dies gilt auch für Béla Kun, der im Alter von zwanzig Jahren seinen Familiennamen magyarisieren läßt. Ursprünglich schreibt er sich Kohn, ein überaus häufiger Familienname bei israelitischen Religionsverwandten.
3 Für die Biederkeit Garbais spricht auch der Umstand, daß das formelle Oberhaupt der Räterepublik nicht mit Kun nach Österreich flieht. Der Bauarbeiter ist übrigens das einzige wichtigere nicht-mosaische Mitglied der Räteregierung. Der zeitgenössische Budapester Humor meint, zynisch wie meist, Garbai habe diese hohe Stellung nur deswegen erhalten, damit samstags auch irgend jemand die Todesurteile der Räteregierung unterfertigen könne. Israelitischen Religionsverwandten ist bekanntlich an Samstagen (Sabbat; jiddisch: Schabbes) jede Arbeit untersagt.
4 Nomineller Oberbefehlshaber der Vörös Hadsereg (Rote Armee) ist der Volksbeauftragte Vilmos Böhm, als entscheidender Stratege gilt freilich Oberst i. G. Aurél Stromfeld; der einer ungarndeutschen Familie entstammende Berufsoffizier war ab August 1915 Stabschef eines k. u. k. Korps.
5 Am 16. Juni 1919 wird in Preschau (ung. Eperjes, slowak. Prešov) eine slowakische Räterepublik (slowak. Slovenska republika rád) ausgerufen, die sich nur bis zum 7. Juli halten kann. Deren Präsident ist Antonín Janoušek, ein tschechischer Journalist; er verkündet die Enteignung des Kirchenbesitzes und aller Bauernhöfe über fünfzig Joch. Das Amt des Volkskommissars für das Kriegswesen bekleidet Ferenc Münnich, nach 1956 enger Mitarbeiter von János Kádár, von 1958 bis 1961 ungarischer Regierungschef.
6 Alle Asylanten dürften jedoch nicht inhaftiert worden sein, denn die „Neue Freie Presse“ (Ausgabe vom 3. August 1919, 5) berichtet, der ehemalige Volksbeauftragte und Kommandant der Roten Garde von Budapest, Mátyás Rákosi, sei im Speisesaal des Wiener Grandhotels von anderen ungarischen Gästen erkannt und daraufhin beschimpft und bedroht worden. Rákosi flüchtet aus dem Speisesaal und sucht sich auf dem Korridor zu verbergen. Herbeigerufene Wachleute retten ihn vor seinen erbosten Landsleuten.
7 Für die liberale Handhabung der Unterbringung spricht folgender Umstand: Täglich darf einer der Asylanten am Vormittag beim örtlichen Greißler kleinere Einkäufe machen. Meist meldet sich Mátyás Rákosi dafür, der spätere KP-Diktator Ungarns gefällt sich zu jener Zeit in der Rolle des Jausenträgers (umgangssprachlich: Brotschani).
8 Jahre später reist Béla Kun wiederum nach Österreich ein, diesmal illegal. Die Polizei verhaftet ihn, das Strafgericht in Budapest stellt ein Auslieferungsbegehren, dem das Oberlandesgericht Wien stattgibt. Der damalige Justizminister Franz Dinghofer (Großdeutsche Volkspartei) verneint am 25. Juni 1928 unter Verweis auf Artikel III des seiner Ansicht nach hilfsweise anzuwendenden Auslieferungsvertrages mit der Schweiz die Rechtmäßigkeit des Budapester Ersuchens, da Kun die ihm zur Last gelegten Straftaten aus politischen und nicht aus persönlichen Beweggründen verübt habe; Béla Kun wird daher nach Rußland zurückgeschickt