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Beim Hören oder Lesen des Wortes Nostalgie entstehen – so wie bei jedem anderen Wort auch – sogleich Bilder im Kopf. Das erste, an das man denkt, ist der Prototyp, der kulturell determiniert ist. Nach längerem Nachdenken erscheinen weitere Bilder, Assoziationen, Emotionen, Erinnerungen. Sinniert ein Linker1 über Nostalgie, hat er mit Sicherheit ein anderes Bild vor Augen als ein Rechter. Die – selbstredend – verwerflichen Sehnsüchte aus rechten Kreisen, die sich um die Komplexe Heimat und Volk drehen, werden im Elitediskurs des medialen und politischen Hegemon nie den linken gegenübergestellt, geschweige denn letztere kritisch reflektiert.Dies rührt daher, daß Rechte einerseits im Gefolge des Nationalsozialismus gesehen werden, andererseits, weil sie nur in Spurenelementen im akademischen Kollegium oder in den Kulturredaktionen großer Qualitätszeitungen zu finden sind. Daher wissen Forscher und Journalisten aus dem täglichen Leben gar nicht so recht, wer die da (unten) wirklich sind und was sie warum wie bewegt.
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Eine abseits der wichtigen subjektiven Empfindungen durchaus brauchbare Definition im Zusammenhang mit Nostalgie liefert der Duden. Demnach sei Nostalgie „vom Unbehagen an der Gegenwart ausgelöste, von unbestimmter Sehnsucht erfüllte Gestimmtheit, die sich in der Rückwendung zu einer vergangenen, in der Vorstellung verklärten Zeit äußert, deren Mode, Kunst, Musik o. ä. man wieder belebt.“ Dabei gilt, daß zugeschriebene oder tatsächliche Sehnsüchte von Rechts aufgrund ihrer historischen Belastung unredlich seien, im Sinne von: „Keine einsame Berghütte ohne Hitler.“ Die Linke gefällt sich als kulturell bestimmender Faktor darin, ihre eigenen Zufluchtsorte unbehandelt zu sehen und stattdessen ausschließlich eskapistische Anwandlungen anderer voll Unverständnis zu dämonisieren. Nostalgie wird, wie viele andere Begriffe auch, nicht neutral eingesetzt, sodaß jede derartige Ausformung Legitimität besäße, sondern abhängig des hegemonialen ideologischen Fundaments nicht nur konnotiert, sondern auch denotiert.
Gute und böse Schwärmereien
Seit wenigen Jahren jubeln die Feuilletons frenetisch: Die österreichische Musikszene sei lebendig, man spricht von einem wahren „Austropop-Hype“. Musikgruppen wie Wanda oder jüngst Voodoo Jürgens begeistern die Kulturredaktionen des Landes. Doch woran liegt das? Zu Andreas Gabalier oder den Südtirolern Frei.Wild pilgern zwar schiere Menschenmassen, in deren Fall nimmt man aber eine betont distanzierte Position ein (wie übrigens auch viele Musikerkollegen2). Gabaliers künstlerisches Auftreten als maskuliner Bauernbub mit Ziehharmonika, der über „ehrliche und echte Werte“ singt und eine Hymne auf sein „Steirerland“ anstimmt, spielt definitionsgemäß auf der Klaviatur der Rechten. Seine nostalgischen Evokationen, die man in Anbetracht herrschender Kultur- und Politdebatten als rebellisch-avantgardistisch kennzeichnen kann, werden im Vergleich zur ebenso überformten künstlerischen Aktion von linken Musikern als dumpf und gefährlich rezipiert. Es vergeht kein Interview, in dem er nicht zu seinen gesellschaftspolitischen Einstellungen befragt wird. Als Leser schmeckt man förmlich, wie die Journalisten nach Äußerungen gieren, die das Zeug zu einem neuen feuilletonistischen Gassenhauer haben. Auch die Südtiroler Formation Frei.Wild sieht sich ähnlichen Prozessen ausgesetzt. Sie werden absurderweise in alternativen österreichischen Radios, etwa Soundportal oder FM4 nicht gespielt, auch nicht auf Hörerwunsch. Sie entsprechen nicht dem alternativen Archetyp der Kulturelite, obwohl sie in ihrer Grundstruktur eigentlich in den Kanon passen. Sie wurden schließlich mit einem exkludierenden Etikett versehen, das sie als prädestinierte Alternative oder gar Rebellen legitimieren müßte. Bloß ist „rechts“ als Attribuierung das Gegenteil davon, was linken Pseudo-Aufrührern als statthafte Aufsässigkeit erscheint. Mögen sie oder Gabalier noch dazu erfolgreich sein, im kulturellen Elitediskurs gelten sie als verfemte Künstler.
Die linke Kulturindustrie erweckt durch ihre Deutungshoheit den Eindruck, nostalgische Gedanken seien den Irrationalen und Unverbesserlichen vorenthalten. Und doch existieren sie auf ihrer Seite nicht minder. Deren Nostalgie figuriert nicht zuletzt bei der literarisch-filmischen Behandlung der Wiener Unterschicht aus den 1970er Jahren.
Die Wiener Nabelschau
Der Frontmann von Wanda wurde im linken Standard in einem Interview3 politisch korrekt auf Herz und Nieren geprüft (Gender, Frauen, Flüchtlinge, Nation), da er aber offensichtlich den Regeln genügte, urteilte man in derselben Zeitung: „Wanda sind Volks-Rock-’n’-Roller [eine Anspielung auf Gabaliers Selbstbezeichnung, Anm.] ohne den Geruch der völkischen Bremsspur in der Hose.“4 Der Name Wanda stammt von einem Nachnamen einer angeblich bekannten, ehemaligen Wiener Säuferin und Zuhälterin, die als ein typisches Wiener Strizzi betrachtet wird. Voodoo Jürgens, der mit bürgerlichem Namen David Öllerer heißt, eigentlich aus Niederösterreich stammt und vom Wanda-Management betreut wird, besingt jene Menschengruppe, die für Wanda namensgebend war: Verruchte, Trinker, Spieler, Unglückliche. Wanda kommen gefühlsbetont und etwas verschroben daher, Voodoo Jürgens gleitet in das Abgehalfterte ab, in zum Scheitern verurteile Liebeleien oder in das Kokettieren mit dem Tod. Geschichten, die in den sozialen Biotopen der Wiener Beisln im Tabakrauch und Bierdunst gediehen und zu Topoi der Wiener Literatur- und Filmkreise der Nachkriegszeit avancierten5.
Auf dieser Basis wird nun allenthalben der verbissene Versuch unternommen, das beschriebene Lokalkolorit der Wiener Unterschicht in diesen rezenten Musikern wiederzufinden, als seien sie Wiedergänger eines Ludwig Hirsch, Wolfgang Ambros, Helmut Qualtingers, H. C. Artmanns, Georg Danzers et al., die man in die äußerst heterogene Kategorie des Austropop packen will; ein Liederkanon, der sich, nebenbei bemerkt, in gleicher Weise in die verklärte Identitätsgeschichte Nachkriegsösterreichs fügt wie das „österreichische Deutsch“6.
Voodoo Jürgens’ im Oktober 2016 lanciertes Album zeitigte angetane Redaktionsstuben im In- und Ausland. „Es ist eine weinselige Melange aus Wienerlied und räudigem Bluesrock, gepaart mit deftigen Texten in breitem Wiener-Slang, die schon jetzt als neuer Austropop durchgeht“, so die Moderatorin, Clarissa Stadler, im Kulturmontag des österreichischen Staatsfernsehen ORF. Schon allein ein Bericht in diesem ORF-Format ist ein Ritterschlag und ein Zeichen dafür, im kulturellen und – wohl noch wichtiger – kulturpolitischen Mainstream angekommen zu sein. „Neben vielen heimischen Popexporten der Gegenwart wirkt sein ungekämmtes Schmuddel-Image erfrischend deplaziert“, frohlockt man im ORF-Bericht.
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„Ich bin damit aufgewachsen, daß man in Österreich als Musiker nicht durchkommt“, so Jürgens gegenüber besagter ORF-Sendung. Er hat aber bemerkt, daß das „der komplette Schaß“ sei. Er konnte sich auch recht sicher fühlen, daß ihm der berühmte Knopf mit seinem ganzen Aufzug im Stile des späten 20. Jahrhunderts aufgehen würde. Sein inhaltlich konträres Engagement bei einer englischsprachigen Band davor verlief dagegen äußerst dürftig. Hiermit aber rührt er die Kulturelite des Landes, und es ist kein Zufall, daß er seinen medialen Einstieg in dem sich bewußt vom Massengeschmack absondernden Sender FM4 machte, der jedoch ebenso wie der Muttersender ORF vom Gebührenzahler finanziert wird. Wohlbestallte linksalternative Rebellion in Österreich.
In einem FM4-Bericht im Format Gipfeltreffen wurde das Album von Voodoo Jürgens von der Moderatorin Alexandra Augustin als „Debüt des Jahres“ gefeiert. Man lud dazu den linken Musiker Wilhelm Resetarits ein, um in einer Doppelkonferenz die Gemeinsamkeiten herauszustreichen. Resetarits, ein Mitbegründer des xenophilen Vereines SOS Mitmensch, erzählte von seiner klassenkämpferischen Besetzung der Wiener Arena (in diesem Dunstkreis entstand übrigens auch die linke Wochenzeitung Falter), ein lehrstehender Schlachthof in Wien im Jahr 1976, der heute von einem einschlägigen Verein betrieben wird und wo auch Jürgens auftrat. Letzterer befleißigte sich umgehend, seine mehrmalige Teilnahme an Demonstrationen als Jugendlicher im Jahre 2000 gegen die ÖVP-FPÖ-Regierung als Beleg seiner einwandfreien Gesinnung ins Feld zu führen (auf den Antifa-Aufkleber auf seiner Gitarre mußte er dann gar nicht erst aufmerksam machen). Im Bericht wurde folgerichtig hervorgehoben, daß beide Musiker „Genuß mit Haltung“ pflegten. Ein wohlbekannter Begriff im linken Soziolekt, der eine klare Kante gegen Rechts bedeutet. In diesen Gesprächen und sonstigen Zeitungsinterviews finden sich keine kritischen Bemerkungen über ihn, seine Gesinnung oder sein Leben. In einem Gespräch mit der Wiener Zeitung konnte er freimütig und ohne Widerspruch erklären, „links“ 7 zu sein.
Voodoo Jürgens vereint mithin genau das, was von einem unumstrittenen Künstler in Österreich erwartet wird: er steht politisch auf der richtigen Seite, stabilisiert also das herrschende Gesellschafts- und Kultursystem, und bedient das in den Kreisen der Kulturredaktionen geradezu erotisch-naive Interesse an Abseitigem aus der Wiener Vorstadt.
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Idylle, Brüche und die kalte Schulter
Das Gros der Journalisten entstammt dabei keinem proletarischen, sondern einem gut situierten linksbürgerlichen Elternhaus, wie auch Uwe Krüger im Buch „Mainstream“ feststellt8. Von all den makaber-morbiden Schilderungen, seien sie in Texten, Fernsehen oder Liedern verarbeitet, wissen sie aus eigener Erfahrung in der Regel überhaupt nichts. Niemand von ihnen verspürt die Lust, in verrauchte, schäbige Wirtshäuser und Cafés zu gehen und dort in diese Lebenswelt einzutauchen. Es ähnelt einem modernen Kulturkonsum auf Abruf, einmal geschwind die mediale Türe geöffnet, um den (sub-)proletarischen Mief einzuatmen, dann dieselbe hurtig wieder zugemacht und sich seines bourgeoisen Alltags besonnen, aber mit dem guten Gefühl für die aus historisch-ideologischen Gründen eigentlich Nahestehenden im Bauch: für den einfachen Mann, Arbeiter, Angestellten, für den sozial Abgehängten. Das betrifft natürlich auch die sprachliche Ebene. Der durchschnittliche Kulturredakteur kann mit Dialekt (gemäß dem nach wie vor gängigen Stigma: so reden nur die Gscheatn) nichts anfangen, da er zumeist in der gehobenen Umgangssprache aufgezogen wurde und im Beruf sowieso möglichst nahe der Standardsprache zu sprechen hat. Paradoxerweise fühlt er sich trotzdem plötzlich irgendwie heimisch und schwelgt in einer wohlig-nostalgischen Aura.
Hier bleibt also für die Kulturelite die Zeit stehen. Sie erwärmt sich an der „guten, alten Zeit“, wenn sie Voodoo Jürgens und Konsorten hören oder sehen, da sie als Kontinuitäten gefeierter, geistiger Vorgänger und ihrer Arbeiten perzipiert werden. Dabei kommen die in der Medienwissenschaft gängigen Begriffe Remediation und Prämediation zum Tragen. Remediation bedeutet, daß dieselben Ereignisse in anderer Form immer wieder weiterverarbeitet werden und man oftmals sogar zuerst an das mediale Erzeugnis denkt, als an das zugrundeliegende, tatsächliche Geschehen. Prämediation meint die interpretative Vorwegnahme späterer Sachverhalte auf Basis der alten kulturellen Erzeugnisse: Wer an heutige Wiener Typen denkt, rekurriert beispielsweise unbewußt auf die TV-Serien ein echter Wiener geht nicht unter oder Kottan ermittelt. Bloß: Wie realitätsnah ist das noch?
Bei all diesen von der schnöseligen Kulturclique verklärten, verkitschten, glorifizierten Geschichten aus der Unterschicht verhält man sich in blinder Bigotterie so, wie man es Rechten kulminiert seit den Zeiten der Anti-Heimatliteratur immer vorwarf, wenn es um deren nostalgische Gefühle ging. Dabei übergeht man geflissentlich mehrerlei. Erstens handelt es sich heute um die allerletzten Reste einer autochthonen Bevölkerungsschicht, die im Gesamten mit jener der 1970er- und -80er Jahre in ihrer Zusammensetzung und Zahl schon nicht mehr zu vergleichen ist. Davon leitet sich, zweitens, ab, daß unserer Tage zum Beispiel das besungene Banden- und Strizziwesen in den Händen von Ausländern ist; die Unterschicht, seien sie Arbeiter oder Arbeitslose, ist in den dargestellten Wiener Gegenden überwiegend fremd. Erzählungen aus diesen importierten sozio-ethnischen Milieus finden sich nicht im Kanon (gleichwenig Schilderungen über die ethnische Verdrängung der Autochthonen, für die sie eine gehörige Mitschuld tragen), da hier Clanmentalität herrscht, eine distinktive Sprache und Kultur, die ethnisch exklusiv ist. Es reißt der Faden, Diskontinuitäten tun sich auf. Keine Danzersche „Der Tschik“-Nostalgie kann hier anknüpfen. Voodoo Jürgens kann auch deshalb so reüssieren, weil er von der „Gitti“ und dem „Rickerl“ singt und nicht von Aide oder Murat, zu denen ein Zugang nicht möglich (und gar unerwünscht?) wäre.
Die romantisierte Flucht in das Gestern ist, drittens, auch deshalb bitter nötig, da die damalige Wiener Unterschicht, so sie zur Wahlurne schritt, für die Sozialdemokraten votierte, heute aber fast vollständig zur FPÖ übergelaufen ist, weshalb ihre Sympathiewerte bei der Kulturclique ungleich gesunken sind und sich deshalb die einfachen, einheimischen Schichten im Elitediskurs ständiger Diskriminierung ausgesetzt sehen9.
So imaginiert sich die angeblich über alle Stereotype erhabene Kulturelite ihre Idylle. Sie sucht nach der Vergangenheit in der Gegenwart, in der sie ihre angelesenen Narrative wie einen vergrabenen Schatz suchen und bergen möchte, womit sie sich mit ihren eigenen Vorwürfen an den Feind, der verhaßten Rechten, konfrontiert sieht.
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Anmerkungen
1 „Links“ gilt im vorliegenden Text als postmarxistisch-liberalistisch („linksliberal“). „Rechts“ wird hier weniger als Bündel ausdifferenzierter Weltanschauungen, denn mehr als ein Antipode zu „Links“ verstanden. Diese Vergröberung ist – neben der Einfachheit – auch der inhaltlichen Tatsache geschuldet, daß im linksliberalen Spektrum in der Frage der Nostalgie subliminal auf orthodox-linke Elemente (v. a. Emanzipation der Proletarier) rekurriert wird.
2 „auch Hitler hat viele Fans gehabt“ (http://www.oe24.at/leute/oesterreich/EAV-Gabalier-Auch-Hitler-hatte-viele-Fans/255864621, 22. Oktober 2016).
3 derstandard.at/2000022962418/Marco-Michael-Wanda-Ich-habe-sehr-viel-Testosteron, 1. Oktober 2015.
4 derstandard.at/2000022807089/Wandas-zweites-Album-Bussi-Der-gelungene-Bankueberfall, 26. September 2015.
5 Beispiel: Und da Willi hot a Tochter ghobt, dei hot si den Guidenen gebn, er hots gfundn im Zimmer, mit da Pumpn danebn. Am Handy woa no die Nummer vom Django drin: „Du host ihr des Zeig aundraht und jetzt is sie hin! Die Bim foaht noch Simmering, i kauf da an Foahschein. I brich da’s Gnack und du steigst in dein Soag ein!“ aus dem Lied „3 Gschichtn ausn Cafe Fesch“.
6 Seifter, Thorsten. & Seifter, Ingolf. (2015): Warum die Frage, ob sich „pfiati vertschüsst“, keine linguistische ist. Zur Fundamentalkritik am „österreichischen Deutsch“. Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung, 56, S. 65–90.
7 www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/autoren/863442_Fruchtbare-Lehrjahre-im-Tschocherl.html, 21. Dezember 2016.
8 Krüger, Uwe. 2016. Mainstream: Warum wir den Medien nicht mehr trauen. München: C. H. Beck.
9 Christa Zöchling, 6. September 2015 auf profil.at: „Es sind die häßlichsten Menschen Wiens, ungestalte, unförmige Leiber, strohige, stumpfe Haare, ohne Schnitt, ungepflegt, Glitzer-T-Shirts, die spannen, Trainingshosen, Leggins. Pickelhaut. Schlechte Zähne, ausgeleierte Schuhe. Die Flüchtlinge aus dem nahen Osten sind ein schönerer Menschenschlag.“ (http://www.profil.at/oesterreich/hilfe-fluechtlinge-meine-freundin-5845568). Vgl. auch Michael Klonovsky „Der Feind steht unten“ in der Jungen Freiheit, Nr. 50, 9. Dezember 2016: „Die Verachtung der Geringverdiener, der Hinterwäldler, der sogenannten einfachen Menschen, sofern sie deutsch (bzw. weiß) sind und mit der falschen Partei sympathisieren, gehört so undiskutierbar ins journalistische Ostinato wie die Abfeierung der total hippen, schicken, weltoffenen Grünen. Gewiß, tummelten sich diese Minderbemittelten, die der Preßstrolch bei FPÖ oder Pegida identifiziert, auf einer Gewerkschaftsveranstaltung, sie verwandelten sich stracks in sozial Deklassierte, denen die Gesellschaft mehr Anerkennung und bessere Zahnbehandlung schuldet.“